Auftakt 2017

18.–25. Februar 2017

Ausstellung
Veranstaltungsreihe

Ort(e): nGbK, Oranienstraße 25

Am Anfang des Jahres gehen zahlreiche Projektanträge bei der nGbK ein. Dies markiert den Beginn eines lang erprobten Prozesses von Beratung über Diskussion und Auswahl innerhalb des Vereins, an dessen Ende jeweils das neue Programm gewählt wird.
Während »Auftakt« werden die Projektideen für 2018 im Ausstellungsraum präsentiert. Mitglieder und Besucher_innen können sich mit den verschiedenen Konzepten auseinandersetzen. Die Abstimmung darüber, welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden, geschieht vor Ort.


Freitag, 17. Februar 2017, 19-22 Uhr
Empfang für Mitglieder im Ausstellungsraum

Begrüßung: Lilian Engelmann,
anschließend ibid. Szenische Lesungen aus politischen Dokumenten
Ausgabe Nr.5: Basisdemokratie, Transparenz und Regeln
Auszüge aus KOA- und Hauptversammlungsprotokollen der nGbK 2015/16 // Text und Regie: Heimo Lattner und Annette Maechtel
Gelesen von: Angelika Sautter
Die Präsentation der Projekte wurde an diesem Abend eröffnet.


Dienstag, 21. Februar 2017, 19 Uhr
Präsentation: Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #3 MARX-ENGELS-FORUM – JA!
Heftpräsentation und Vortrag von Erik Göngrich

Das Marx-Engels-Forum ist der Erinnerungsort par excellence im Zentrum Berlins zwischen Fernsehturm und Schloss. Aktuell durch die Baustelle der U5 belegt, soll es zukünftig als städtischer Grünraum aufgewertet werden. Die Geschichte des Ortes seit 1945, das letztjährige Beteiligungsverfahren und diverse Nutzungsideen werden durch eine zeichnerische Recherche zur Diskussion gestellt: Wie lässt sich ein offenes Gelände – JA, genau darum geht es – an dieser Stelle attraktiv gestalten und erhalten?
ISBN 978-3-946674-02-3, dt, 7 Euro
http://www.berlinerhefte.de/


Donnerstag, 23. Februar 2017, 19 Uhr
Buchvorstellung: No play - Feministisches Trainingscamp
Lesung mit den Autor_innen und Gespräch zwischen Lizzie Borden (via Videozuschaltung) und Diana McCarty –„Welches Training brauchen wir?“

Das feministische Trainingscamp No play hat im Mai und Juni 2016 in Berlin stattgefunden. Die Publikation ist das Ergebnis eines kollektiven Prozesses der Herausgabe und des Schreibens durch die Projektgruppe aus Annika Högner, Clara López Menéndez, Enna Gerin, Freja Bäckman, Merja Hannikainen, Vappu Jalonen, unter Mitarbeit von Bogg Johanna Karlsson während des Transkribierens der Audioaufnahmen, sich Erinnerns, Aushandelns und Geschichtenerzählens.

Die radikale Rechte, die wir als neofaschistisch einstufen, wird in Parlamenten in ganz Europa legitimiert; Immigration wird zum Sündenbock der Krise der Finanzwirtschaft gemacht; Angst und ‚Sicherheit‘ – nach konservativem Verständnis – scheinen die diskurs-vorgebenden, politischen Motive zu sein. Die alarmierenden Entwicklungen in der politischen Landschaft und ihre Geschwindigkeit erhöhen die Dringlichkeit, herauszuarbeiten, was unsere feministischen Praktiken bewirken können.
ISBN 978-3-938515-63-1, dt/engl

Lizzie Borden ist Filmemacherin und Regisseurin unter anderem von Born in Flames (1983), Working Girls (1986) und Regrouping (1976). Born in Flames inspiriert und wühlt weiterhin auf, er wurde beim feministischen Trainingscamp No play gezeigt. Der Film porträtiert ein Kaleidoskop feministischer Perspektiven, er widerspricht der utopischen Vorstellung, dass eine einzelne umwälzende gesellschaftliche Revolution die Unterdrückung aller beseitigen kann und stellt stattdessen einen dringenden Ruf nach intersektionalen Perspektiven dar.

Diana McCarty ist Mitgründerin und Redakteurin des preisgekrönten freien künstlerischen Radios reboot.fm. Ihre Arbeit dreht sich um Kunst, Geschlecht, Politik und Technologie. Sie ist Mitinitiatorin der Ausstellung Nervous Systems – Quantified Life and the Social Question im HKW (2016) und war Teil des Vorspiels (Foreplay) beim feministischen Trainingscamp No play.
Diana äußerte sich einmal wie folgt: „B steht für Black Feminism und Be/coming Media, für Schwarzen Feminismus und Werdende Medien. Q steht für queere Qualitäten. H steht für Herstories, weibliche Geschichten, die meist unerzählt bleiben, aber immer die verfügbaren Medien nutzen. R steht für radikales Radio. C steht für die Dekonstruktion einer Kultur des Kanons (culture of canons), der nur eine Seite der facettenreichen Geschichte erzählt – und für Klasse (class).“


Samstag, 25. Februar 2017, ganztägig
Hauptversammlung der nGbK