87 Semester

20. September 2013

Einzelveranstaltung

Teilnehmer_innen

Anna Bromley, Diedrich Diederichsen, Michael Dreyer, Søren Grammel, Clemens Krümmel, Bettina Steinbrügge

Vereinsinitiative

Diskussionveranstaltung mit Expert_innen zur neuern CI der nGbK und dem Konzept des Gestalters Michale Dreyer

aus dem Pressetext:

[…] Zu Dreyers zentralen Ideen gehört die Beschreibung der NGBK als eine Akademie. Nirgendwo finden so komplexe und langwierige Diskussions- und Realisierungsprozesse statt, an denen so viele Personen unter oft experimentellen Bedingungen Anteil haben. Allein die Textmenge der geschriebenen, kopierten und an alle Mitglieder verschickten Projektanträge übertrifft die Datenmengen mittelgroßer Theorieverlage. Diese Konzentration und Dichte der gemeinsamen Arbeit in Bezug auf realisierte Projekte unter basisdemokratischen Bedingungen stellt die große Besonderheit dar, auf die sich Dreyer in seinen Entwürfen bezieht. Insbesondere will er sowohl die „neue Gesellschaft“ als auch die „bildende Kunst“ mit jeweils klein geschriebenen Adjektiven auch als eigenständige Module des Vereinsnamens stark machen: es geht um eine bildende Kunst mit kleinem b, nicht um die unantastbare Institution der bürgerlichen Gesellschaft, und es geht um diese im Verhältnis zu einer neuen Gesellschaft.

Nach unserer Einschätzung ist so die Quadratur des Kreises tatsächlich gelungen. Die NGBK – nun nGbK ¬ – stellt sich so nüchtern wie diskussionsbereit einem veränderten Kunstumfeld, einer verschärften wie unübersichtlichen politischen Lage, einem anderen Kreuzberg und seinen neuen Bewohner_innen. Sie bewahrt die Kontinuität kritischer und basisdemokratischer Prozesse, indem sie deren Konturen vor einem zeitgenössischen Hintergrund schärft. In diesem Sinne machen wir noch immer das Gleiche, sehen dabei aber besser aus. Das heißt: Sie können uns erkennen.