Kunst im Untergrund. 60 Jahre: Circle Line – Kunst inmitten und am Rande der Stadt

Diskurstage

10.–17. November 2018

Veranstaltungsreihe

Ort(e): nGbK-Veranstaltungsraum, 1. OG, Oranienstraße 25, 10999 Berlin
station urbaner kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin

Teilnehmer_innen

Imran Ayata, Matthias Einhoff, Lilian Engelmann, Joachim Gorell, Folke Köbberling, Wolf Leo, Christiane Mennicke, Constanze Musterer, Britta Peters, Bernd Preußer, Barbara Rüth, Heinz Schütz, Tina Veihelmann, Ingrid Wagner-Kantuser

Arbeitsgruppe Kunst im Untergrund

Feben Amara, Jochen Becker, Eva Hertzsch, Constanze Musterer, Adam Page

Weitere Beteiligte

Christian Hanussek

Anlässlich des Jubiläums veranstaltet die Projektgruppe Kunst im Untergrund 2018 eine Gesprächsreihe mit Expert_innen unterschiedlicher Disziplinen zu urbanen Kulturen, Kunst im Stadtraum, Verhältnis Peripherie/Zentrum, Solidarische Stadt und urbane Zukunftsvisionen. Es sollen Historie, Gegenwart und Zukunft von urbanen Räumen, Stadtgesellschaften und Möglichkeiten künstlerischer wie bürgerlicher Interventionen diskutiert werden. Dabei spielen die Wendepunkte des Wettbewerbs, beispielsweise die Etablierung einer Projektzentrale in Hellersdorf seit 2014 und die damit einhergehende Verschiebung von Standort, Publikum und Programmatik, eine wichtige Rolle.
Die Diskurstage, die im Veranstaltungsraum der nGbK stattfinden, werden begleitet von einer visuellen Rückschau auf 60 Jahre Kunst im Untergrund mit Schwerpunkt auf die Jahre vor 1990. Des Weiteren findet ein nGbK-interner Workshop zur Positionierung der nGbK im Berliner Kontext »Kunst im Stadtraum« und zur zukünftigen Ausrichtung des Wettbewerbs statt.

Samstag, 10. November 2018, 19 Uhr
nGbK-Veranstaltungsraum, 1. OG
Präsentation der Jubiläumsrückschau und Gesprächsrunde »60 Jahre Kunst im Untergrund« (DE)
Mit Joachim Gorell (ehem. BVG), Folke Köbberling (Künstlerin), Wolf Leo (Künstler, AG Stadtbild 1985–89), Constanze Musterer (Kunsthistorikerin) und Barbara Rüth (Kunstwissenschaftlerin, AG Kunst statt Werbung 2000–07)
Wenn auch mit langer Unterbrechung zu Zeiten der DDR, erlebt der heute als »Kunst im Untergrund« bekannte Kunstwettbewerb entlang der Berliner U-Bahnlinien sein sechzigstes Jahr. Wie lässt sich die Gründungsgeschichte beschreiben, wie kam der Wettbewerb durch die politische Wende, und welche ästhetischen, konzeptuellen und auch politischen Häutungen durchlief das Projekt seither?

Donnerstag, 15. November 2018, 19 Uhr
nGbK-Veranstaltungsraum, 1. OG
Präsentation und Gesprächsrunde »Stadt zwischen Mitte und Pampa« (DE)
Präsentation der Publikation »Mitte in der Pampa. Kunst im Untergrund zwischen Hauptbahnhof und Cottbusser Platz, 2016–17«
Mit Dr. Bernd Preußer (Klub 74 Nachbarschaftszentrum Hellersdorf e.V.), Matthias Einhoff (ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik) und Tina Veihelmann (Autorin)
Anlässlich der Veröffentlichung der Publikation diskutieren Anwohner_innen mit Vertreter_innen von kulturellen und städtischen Institutionen und mit den Autor_innen über die Zwischenstadt jenseits von Zentrum und Umland und darüber, welche Rolle Künstler_innen und Institutionen dort einnehmen können.

Freitag, 16. November 2018
19 Uhr

U5 Alexanderplatz, Bahnsteig
Eröffnung »Plakat politisch machen 2«
Mit Stephan Kurr, mark und Felix Pestemer & GloReiche Nachbarschaft

20–22 Uhr
station urbaner kulturen
Gesprächsrunde »Urbane Kulturen« (DE)
Mit Lilian Engelmann (Geschäftsführerin nGbK), Dr. Ingrid Wagner (Senatsverwaltung für Kultur und Europa) und Dr. Heinz Schütz (ehem. Kunstkommission München)
Vor Ort in Hellersdorf diskutieren wir über die Forderung des Kultursenators nach dezentraler Kunstpraxis auch jenseits der Hochkultur.

Samstag, 17. November 2018, 19 Uhr
nGbK-Veranstaltungsraum, 1. OG
Gesprächsrunde »Kunst, Hegemonie und Spaltung« (DE)
Mit Imran Ayata (Autor, ehem. Kanak Attak), Christiane Mennicke (KunstHaus Dresden) und Britta Peters (Urbane Künste Ruhr)
In Dresden wie auch im nördlichen Ruhrgebiet versuchen rassistische und nationalistische Gruppen zunehmend die kulturelle und politische Bühne zu dominieren. Wie sieht hier eine künstlerische Praxis der Abwehr und des Ringens um Hegemonie aus?

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