100 Chilenische Plakate aus der Zeit der Regierung Allende 1970-1973

1. September–1. November 1976

Ausstellung
Publikation

Ort(e): NGBK, Hardenbergstr. 9

Arbeitsgruppe

Heinz Fußwinkel, Agnes Kessens, Ulli Kramer-Kreymborg, Ulla Lerch, Norbert Lieberandt, Jürgen Meyer, Klaus Teige

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung zur Förderung der demokratischen Kultur nach Chile e.V., Münster
Übernahme vom Centre pour la défense de la culture chilienne, Paris
Weitere Stationen: Volkshochschule Oberhausen, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Westfälischer Kunstverein, Münster

Aus der Publikation:
Die 100 Plakate, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, sind ein sehr kleiner Bruchteil von dem, was in Chile an Äußerungen publizistischer Kreativität während der Entwicklung der Bewegung der Volkseinheit und vor allem während der Regierungszeit des Präsidenten Allende zu Tage trat. Daß davon nur sehr wenig gerettet werden konnte, erklärt sich aus der beispiellosen Brutalität, mit der die Faschisten die Kultur Chiles von Anfang an verfolgten: Dem Mord an Allende entspricht, daß man Pablo Neruda ohne ärztliche Betreuung ließ, daß man Viktor Jara die Hände brach, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte, daß man ihn schließlich - als seine Moral nicht zu brechen war - mit Salven aus Maschinenpistolen tötete.