Familienbild

Ansichten von und über Familie

20. Oktober–25. November 2001
Eröffnung: 19. Oktober 2001

Ausstellung
Publikation

Ort(e): NGBK, Oranienstraße 25

Künstler_innen

Joël Bartoloméo, Tierney Gearon, Ricoh Gerbl, Torsten Hennig, Ulla Jokisalo, Jan Kaila, Caroline Labusch, Wiebke Loeper, Ralph Eugene Meatyard, Eva von Platen, Corinna Schnitt, Ingo Taubhorn, Gudrun F. Widlok

Arbeitsgruppe

Bettina Klein, Julia Krewani, Manuela Schöpp, Santeri Tuori, Annette Wellhausen, Kalli Wellhausen

Aus der Pressemitteilung:
Familienfotos dienen vielen Künstlern als Ausgangspunkt oder Rohmaterial für die Darstellung ihres eigenen Familienbildes. Die in der Ausstellung gezeigten künstlerischen Arbeiten werden durch das Bild ergänzt, das die Familie selbst von sich macht, also privaten Fotos aus Familienalben und den wohl in jeder Familie existierenden Kartons voller Einzelfotos. Sie thematisieren oftmals die Momente, die im Album fehlen oder nur zwischen den Zeilen zu finden sind: schmerzhafte Erinnerungen, Langeweile, bestimmte familiäre Konstellationen. Seit einigen Jahren scheinen sich private Themen, die zwar schon lange punktuell in der Kunst auftauchen, zu etablieren. Der Gebrauch von fotografischen Bildern zu diesem Zweck ist mehr als naheliegend: Die Fotografie ist ein Dokument, das uns erlaubt, unser eigenes Leben zu beobachten, und wir inszenieren dieses Leben für die Fotografie. Diese ins Alltägliche integrierte fotografische Praxis und ihre Rückführung in die Kunst ist das Thema dieser Ausstellung.

Pressestimmen

Berliner Zeitung, 25.10.2001 (Petra Ahne)
Familienfotos sind rührend, weil sie allein durch die Posen der Abgebildeten als solche erkennbar sind. Das starre Lächeln, die hängenden Arme, der Altersunterschied machen sofort klar: Hier ließen sich Blutsverwandte verewigen. Damit zeigt ein Familienbild, was Verwandte oft sind - eine Gruppe von Menschen, die sich wohl nicht viel zu sagen hätten, wären sie nicht zufällig Cousinen, Brüder, Tanten. Die Rituale des Familienbildes haben ein paar Mitarbeiterinnen der NGBK Kunstcoop, einer Arbeitsgruppe der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, zu einer eigenwilligen Foto-Session inspiriert. ‘Wir wollten den Begriff der Familie in Frage stellen und damit spielen’, sagt Kunstcoop-Mitarbeiterin Bill Masuch.”