Kunst aus der Revolution/Kunst in die Produktion

Sowjetische Kunst während der Phase der Industrialisierung und Kollektivierung 1927-1933

21. Februar–31. März 1977
Eröffnung: 20. Februar 1977

Ausstellung
Symposium
Publikationen:
- Kunst aus der Revolution
- Kunst in die Produktion! Materialien

Ort(e): Akademie der Künste, Hanseatenweg 10

Arbeitsgruppe

Christiane Bauermeister-Paetzel, Christian Borngräber, Irmingard Emanuel, Hubertus Gaßner, Eckhart Gillen, Oskar Wehling, Sylvia Wetzel

In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Tretjakov-Galerie, Moskau, und dem Ministerium für Kultur der UDSSR.

Tagung “Künstlerische Kultur in der Sowjetunion zur Zeit des 1. Fünfjahresplans” (25.-28.2.1977) veranstaltet vom Institut für Kultur und Ästhetik IKAe/ Redaktion Ästhetik und Kommunikation in Zusammenarbeit mit Hochschule der Künste (HdK), Pädagogische Hochschule (PHB), NGBK.
Programm:
25.2. 20 Uhr HdK Aula, MIchael Müller: Architektur als Lebenspraxis?
26.2. 20 Uhr HdK Aula, Frauenkollektiv: Frauenemanzipation in der Sowjetunion. Lesung: S. Tretjakov: Ich will ein Kind haben.
27.2. 20 Uhr Akademie der Künste, Hubertus Gaßner: Avantgardistische Kunst im Arbeiterzirkel IZORAM

Seminarveranstaltungen zu den Themen:
1. Funktionalismus - Symbolgehalt der Architektur
2. Kultur und Alltag
3. Abstrakte oder ‘lebensbauende’ Kunst?
4. Montage als Produktions- und Rezeptionsform: Sowjet.Filme (PHB)

Aus der Pressemitteilung:
Die Ausstellung, die die Neue Gesellschaft für bildende Kunst in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau, und dem Ministerium für Kultur der UdSSR zusammenstellen konnte, wird ca. 350 bis 400 Exponate von ca. 100 Künstlern umfassen. Neben vielen anderen werden folgende Künstler vertreten sein: Adlivankin, Dejneka, Rodcenko, Pimenow, Samochwalow, Klucis, Malevic, L. Lisickij, Labas, Wjalov, Gebr. Wesnin, Melnikov, Moor, Ljučikin, Kljun und Udacova – um nur die bekanntesten zu nennen. Neben der Malerei, die durch ca. 70 teils großformatige Gemälde repräsentiert ist, werden Plakate, Grafik, Skulpturen, Straßen- und Theaterdekorationen und aquarellierte Architekturentwurfszeichnungen gezeigt werden.
Dieses Material wird zum größten Teil zum ersten Mal im Westen zu sehen sein; auch in der Sowjetunion war es lange öffentlich nicht zugänglich. Zur Ausstellung wird ein von den Wissenschaftlern der Tretjakow-Galerie redigierter Katalog mit farbigen und schwarz-weißen Abbildungen erscheinen. Als Ergebnis der Ausstellungsvorbereitung wird von der NGBK ein Dokumentationsband vorgelegt werden, der Beiträge zur Geschichte des Realismus und Konstruktivismus, zur Architektur und Gestaltung der Arbeiterklubs und Arbeitertheater enthalten wird, wie auch zur Behandlung der Frauenfrage in der bildenden Kunst. Die Analysen werden durch ca. 300 schwarz-weiß Abbildungen veranschaulicht.