Haben und Brauchen in der NGBK

15. Dezember 2011–28. Oktober 2012

Veranstaltungsreihe

Ort(e): NGBK, Oranienstraße 25
Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2

www.habenundbrauchen.de

Teilnehmer_innen

Libia Castro & Ólafur Ólafsson, Claudia Firth, Naomi Hennig, Uwe Jonas, Karin Kasböck, Julia Lazarus, Claire Lehmann, Blithe Riley, Antonio Serna, Erin Sickler, Moira Zoitl

Unter dem Titel ‘Haben und Brauchen’ versammelt sich seit Ende 2010 ein informeller Kreis von Berliner Kunstakteur_innen, um zu kultur- und stadtpolitischen Themen in Aktion zu treten. Die NGBK als basisdemokratischer Kunstverein stellt ihre Ressourcen zur Verfügung, um die im Rahmen von „Haben und Brauchen“ entstandenen Diskussionen mit der aktuellen Veranstaltungsreihe weiterzuführen.

Die ersten beiden Veranstaltungen der Reihe in der NGBK suchten die Perspektive über Berlin hinaus zu erweitern. Mit Blick auf eine überregionale / internationale Vernetzung ähnlicher Initiativen wurden künstlerische Handlungsmöglichkeiten und ökonomische Alternativen zur öffentlichen Kunstförderung diskutiert.
Zur dritten Veranstaltung der Reihe sind nun - aus aktuellem Anlass – kulturelle Akteure und kulturpolitische Netzwerke zu einem Summit einladen, um aktuelle Berliner Entwicklungen zu diskutieren und die eigene Positionierung zu schärfen.

Moderation: Naomi Hennig, Karin Kasböck
Organisation (Vereinsinitiative) der NGBK: Naomi Hennig, Karin Kasböck, Uwe Jonas, Moira Zoitl

Veranstaltungen:

3. VERANSTALTUNG
Diskussionen und Workshops zu den aktuellen kulturpolitischen Themen.
#3 Liegenschaften, City-Tax und einem neuen Kunstplan für Berlin.

Samstag, 27. Okt 2012, 11-18 Uhr
Sonntag, 28. Okt 2012, 12-18 Uhr

Ort:
Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997 Berlin

Berlin plant die Liegenschaftspolitik neu zu strukturieren. Im Januar 2013 soll die Citytax eingeführt werden.
Zum 15./16. November lädt der Berliner Senat zu einer Dialogveranstaltung ein, um künftige Handlungsfelder der Berliner Kulturförderpolitik zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist strukturiert in kurze Inputs und parallele Workshops. Der Summit ist daher auch als Einladung zu verstehen, innerhalb der Arbeitsrunden an der eigenen Agenda weiter zu arbeiten. Es stehen fünf Räume zur Verfügung.

Für Essen und Getränke wird gesorgt.
Eine Kinderbetreuung ist nach Rücksprache möglich.

Organisation: Karin Kasböck/bankleer und Julia Lazarus (NGBK / Haben und Brauchen)

Mit freundlicher Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien


2. VERANSTALTUNG
Dienstag, 12. 06. 2011 | 19.00 h
Gäste: Claire Lehmann, Erin Sickler, Antonio Serna and Blithe Riley (New York)
Sprache: Englisch

Im NGBK-Veranstaltungsraum, 1. OG

Für die zweite Veranstaltung sind Gäste aus New York dazu eingeladen, über die aktuellen Repositionierungen gegenüber den lokalen Kultur- und Stadtpolitiken und – anhand von Beispielen aus ihrem Umfeld – über Selbstorganisation von Künstler_innen und ihre Protestaktionen zu berichten. Die Gäste sind Mitglieder der Artist & Labor Gruppe und in der Sektion Alternative Ökonomie engagiert, sie sind als Arts & Culture Teil der New York Occupy Wall Street Bewegung, aus der wiederum die Gruppe Occupy Museum hervorging. Die organisatorische Strukturen der Art & Culture und Occupy Wall Street Bewegung, Strategien und Aktionen der Gruppen werden vor- und zur Diskussion gestellt.

Moderation: Julia Lazarus, Raphaël Grisey

Organisationsteam der NGBK: Uwe Jonas, Karin Kasböck, Julia Lazarus, Moira Zoitl in
Zusammenarbeit mit Raphaël Grisey


1. VERANSTALTUNG:
Donnerstag, 15. 12. 2011 | 19.00 h

Gäste: Libia Castro & Olafur Olaffsson (Rotterdam/Berlin)
Claudia Firth (London)
Sprache: Englisch/Deutsch

Ort: NGBK Veranstaltungsraum, 1. OG

Für die erste Veranstaltung sind Gäste aus Rotterdam und London dazu eingeladen, über die aktuell vollzogenen Repositionierungen gegenüber den lokalen Kultur- und Stadtpolitiken und – anhand von Beispielen aus ihrem Umfeld – über Selbstorganisation von Künstler_innen sowie die jeweiligen Protestaktionen gegen Budgetkürzungen und Prekarisierung zu berichten. Zur Diskussion steht die Einbettung künstlerischer Arbeit in gesellschaftliche Entwicklungen – jenseits des „Kreativkosmos“ oder des Betriebssystems.

Claudia Firth ist Künstlerin und Autorin und lebt in London. Sie ist in diversen kollektiven Arbeits- und Wohnprojekten beteiligt, hierzu gehören u.a. Aesthetics of Resistance Reading Group und Precarious Workers Brigade.

Claudia Firth: Waving or Drowning. Art and Protest in the UK, DIS Magazine

Libia Castro & Olafur Olaffsson leben in Rotterdam und Berlin. Ihre künstlerischen Projekte basieren häufig auf Kooperationen und behandeln u.a. Probleme der Globalisierung und der sozialen Ungleichheit. Im Rahmen dieser Diskussion werden beide, ausgehend von einigen ihrer Projekte, über die Zusammenarbeit und Verbindungen mit derzeit aktiven sozialen und politischen Bewegungen in den Niederlanden, Spanien und Island sprechen und mögliche Verknüpfungen mit den Aktivitäten in und um Haben & Brauchen diskutieren.

Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Jahr fortgesetzt und beschäftigt sich darüber hinaus mit Fragestellungen wie dem Wunsch nach einer demokratischen Stadt und damit der Teilhabe der Bewohner_innen an Stadtentwicklungsprozessen. Privatisierung und fortschreitende wirtschaftliche Verwertung des urbanen Raums beschneiden Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Bewohner_innen und Kulturproduzent_innen immer deutlicher. Die Veranstaltungsreihe will auch hier die Debatte über die Rolle und das Selbstverständnis der kulturellen Akteur_innen in diesem Zusammenhang (zwischen Gentrifizierung und prekären Lebensverhältnissen) weiterführen.